Kartoffelgulasch im Römertopf

Gulasch ist ja von jeher eines meiner Lieblingsgerichte. Ein Kartoffelgulasch kam bisher bei mir aber nicht vor und daher war ich gespannt darauf, was das wohl sein soll und wie ein Gulasch mit Kartoffeln wohl schmecken würde. Als eingefleischter Fleischfresser las ich im Originalrezept erleichtert das Vorkommen von Würstchen in dem Gericht, die mal optional mit einbringen kann und so stand gestern fest: Es gibt Kartoffelgulasch.
Genialerweise wurde darauf hingewiesen, dass dieser Gulasch am besten im Römertopf gelingt.

Eben aßen wir die Reste und was soll ich noch groß sagen: einfach lecker und genial einfach. Von den extrem billigen Kosten für diese üppige Mahlzeit wollen wir erst gar nicht sprechen.

Die Zutaten

  • 1 kg Kartoffeln, in dünne Scheiben geschnitten
  • 400 g Zwiebeln
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1 TL Paprikapulver, rosenscharf
  • ½ TL Kümmel
  • ½ TL Majoran
  • 1 EL Tomatenmark
  • 400ml Brühe
  • Olivenöl
  • evtl. Speisestärke zum Binden

Sie sehen – kein Fleisch. Daher alle Vegetarier jetzt erstmal wegschauen:

  • 6 Würstchen (Debrecziner oder lange Cabanossi)

Das braucht man

  • .
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Habe ich zuviel versprochen?
Über den Daumen gepeilt tippe ich mal auf 6EUR an Kosten … Doch lassen Sie uns beginnen.

Vor dem Zubereiten des Kartoffelgulasch im Römertopf hat der (Koch)Herr das “Wässern” gesetzt. Ein Römertopf will vor dem Gebrauch ein ausgiebiges kaltes Vollbad nehmen, welches wir ihm auch für 30min gönnen.

In der Zwischenzeit schälen und waschen und schneiden wir die Zwiebeln klein, welche wir dann in einem kleinen Topf oder einen kleinen Pfanne mit 2 EL Olivenöl andünsten. Wenn die Zwiebeln eine gesunde Bräune entwickelt haben nehmen wie den Topf oder die Pfanne vom Herd und stellen sie beiseite.

Indes widmen wir uns den Kartoffeln, welche wir schälen und waschen. Dann beachten sie die Zutatenangabe von oben auf das Genaueste: dünn geschnitten! Das ist wirklich wichtig, denn sonst haben Sie am Ende der Gulaschherstellung noch harte Arbeit für Zähne vor sich. Wenn Sie sich nicht zutrauen die Kartoffeln in ca. 1 – 2mm dünne Scheiben zu zersäbeln, dann nutzen Sie einfach einen Küchenhobel. Mit den Dingern geht es ganz einfach. (Ich schneide übrigens händisch!)

Und weil wir gerade so schön am Gemüse putzen und schnippeln sind, entkernen wir noch die Paprikaschoten, waschen diese und schneiden sie in kleine Würfelchen.

Sollten Sie einen Wasserkocher haben, so erhitzen Sie etwa 400ml Wasser und stellen sie daraus nebenbei eine Gemüsebrühe. Kosten Sie die Brühe: Wenn Sie sie nicht trinken würden, weil sie vielleicht einerseits zu kräftig oder andererseits an Spülwasser erinnert, probieren Sie diesen Schritt noch einmal.

In der Zwischenzeit hat unser Römertopf genug gewässert.
Kippen Sie die Zwiebeln in den Römertopf und verteilen Sie sie auf dem Boden. Hauen Sie dann die Kartoffelscheiben und die Paprikawürfelchen dazu und verteilen Sie diese ebenfalls. Jetzt kommen die Gewürze an die Reihe: verteilen Sie die angegebenen Mengen (zur Erinnerung: 1TL Paprika, ½ TL Kümmel und ½ TL Majoran) grob über dem Römertopfinhalt.

(Einwurf für die Nichtvegetatier: MAchen Sie erstmal eine Lage Kartoffeln+Paprika, legen Sie dann die halbierten Würstchen drauf und verteilen Sie den Rest der Kartoffel-Paprika-Masse darüber!; Noch alternativer geht es, wenn Sie die Würschen gleich in Scheiben schneiden und generell alles mit allem vermischen.)

Verühren Sie die Gemüsebrühe mit dem Tomatenmark und schütten Sie das entstehende Gemisch in den Römertopf – einfach über alles drüber kippen.

Schließen Sie den Römertopf und schieben Sie ihn in den kalten(!) Ofen, welchen Sie dann auf 200°C stellen und für mindestens 70min “vergessen”.

Das war’s …. Es ist extrem lecker. Die Brühe wird fast komplett von den Kartoffeln aufgesogen und die Speisestärke benötigt man eigentlich nicht. Das Gericht kommt ohne Salz und Pfeffer aus!

Fazit: Einfach, sehr billig und geeignet als Partyrezept.

Tipp: Bereiten Sie das Rezept ein Tag vor dem Verzehr zu und lassen Sie dann das Kartoffelgulasch im Römertopf einfach ziehen. Nach einem Tag Ruhe schmeckt das Zeuch noch mal ne ganze Ecke besser, als schon am Vortag. *schwärm*

Veröffentlicht von

Jörg

Mein Name ist Jörg Dutschke und Roemertopf-Rezepte.de ist nur eine von verschiedenen Kochrezept-Seiten, die ich betreibe. Neben dieser Seite mit Rezepten für den Römertopf, widme ich eine dem Kochen mit dem Schnellkochtopf sowie eine weitere, mit anderen Rezepte, die weder mit Römertopf oder Schnellkochtopf gekocht werden: ichkochwas.de. Allen Rezepten auf meinen Seiten ist eine Sache gemein: Ich habe sie alle selbst gekocht und in - leider - epischer Länge notiert. Denn neben dem Kochen machen mir das Basteln von Webseiten sowie das Schreiben an sich sehr viel Spaß!

Ein Gedanke zu „Kartoffelgulasch im Römertopf“

  1. Das war der Hit! Hammer….besonders der Tipp es einen Tag ziehen zu lassen…Prima zum Vorbereiten….die Kids essen sonst nie Zwiebeln- hier hat alles gepasst. Wem es zu würzig ist: Veganes creme fraiche unter ziehen! Danke dir Jörg. lG Birte
    (Das ist ein nachgetragener Kommentar, welcher zum Rezept abgegeben wurde, als es noch auf ichkochwas.de stand. (A.d.R.))

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