Geschnetzeltes im Römertopf

Geschnetzeltes, egal ob mit Schweinefleisch, Puten- oder Hähnchenfleisch ist immer ein leckeres Essen. Geschnetzeltes im Römertopf zuzubereiten ist für viele vielleicht eine verrückte Rezeptidee. Zu Unrecht, wie ich dir gleich zeigen werde. Denn Geschnetzeltes wird im Römertopf schonend und sehr einfach äußerst lecker.

Die Zutaten für 5 Personen

  • 5 Schnitzel (Schwein, Pute, Hähnchen)
  • Salz und Pfeffer
  • 300 g Champignons
  • 200 g Schinkenwürfel
  • 1 Becher Sahne (200g)
  • ½ TL Oregano
  • ½ TL Thymian
  • ½ TL Basilikum
  • 1 EL Tomatenmark
  • etwas Butter
  • 5 Tomaten
  • 100g Käse (gerieben)

Das braucht man …

Fangen wir an. Wir sind eh schneller fertig als du Römertopf schreiben kannst. 😉

Die Vorbereitungen

Zunächst wässern wir den Römertopf. Das ist ein Muss, soll der Vollständigkeit halber aber bei jedem Rezept erwähnt werden. Wenn du Fragen zum “Warum” und “Wie” hast, dann konsultiere kurz die Tipps zur Römertopf-Pflege.

Während der Römertopf sein Wasserbad nimmt, widmen wir uns den Tomaten, welche wir nämlich häuten müssen. Hast du schon einmal versucht, eine Tomate zu schälen? Selbst mit einem sehr, sehr scharfen Messer gelingt das ohne Tricks nur schwer. Am Ende des Rezepts findest du meinen ultimativen Tomaten-Schäl-Tipp. – Schneide die dann nackten Tomaten in Viertelstückchen und lager sie in einer Schüssel oder einem tiefen Teller.

Mit den paar Tomaten halten wir uns nicht lange auf. Es gilt, die Schnitzel in den geschnetzelten Zustand zu überführen. Ein scharfes Fleischmesser leistet hervorragende Dienste dabei. Wirf Schnitzel für Schnitzel auf das Küchenbrett und zersäbele es in Streifen. Das Schnitzel, nicht das Küchenbrett. Das nun Geschnetzelte kommt in eine Schüssel. Bei der Menge Fleisch würde ich sagen fange mit je einem Teelöffel Salz und Pfeffer an. Nachwürzen am Ende kannst du immer noch. Vermische die Gewürze mit dem Fleisch und stelle die Schüssel erstmal beiseite.

Wir sind fast schon fertig mit den Vorbereitungen! Mit dem Gemüsemesser zersäbeln wir die gewaschenen Champignons in eine mundgerechte Form. Die Champignon-Schnipsel lagerst du am besten in einer Schüssel zwischen. Achte bitte darauf, dass du die Champignons VOR dem Zerschneiden wäscht. Es sei denn du stehst auf Sandkörner zwischen den Zähnen. Aber das tun die wenigsten Menschen.

Jetzt – und das ist wirklich der letzte Vorbereitungsschritt – nimm dir eine nicht zu große Schüssel oder einen Messbecher (nehme ich immer dafür) und kippe die Sahne dort rein. Die Gewürze überrascht du, indem du sie zur Sahne wirfst. 1 EL Tomatenmark gesellt sich munter dazu. Mittels eines Schneebesens verwirbelst du die Inkredenzien zu einer untrennbaren Einheit.

Mal überlegen … ich denke wir haben alles. Wenn du bis hierhin durchgehalten hast, darfst du dich in Bälde auf ein schmackhaftes Essen freuen.

Das Kochen mit dem Römertopf

Der Römertopf hat die Vorbereitungen schadlos im Wasserbad verbracht. Auch wenn 15 – 20min Wässern vor dem Gebrauch des Römertopfs reichen, schadet es ihm auch nicht, die ganze Zeit mit Wasser geflutet zuzubringen.

Verteile nun zuerst die Hälfte der Schinkenwürfen auf dem Boden des Römertopfs. Darauf räkeln sich nun die Hälfte Champignons und Tomaten. In dieses hübsch gemachte Bett legst du das Geschnetzelte. Zudecken tust du alles in umgekehrter Reihenfolge zur Unterlage. Na – hast du aufgepaßt? Also zuerst wieder Champignons und Tomaten drauf, dann die restlichen Schinkenwürfel.

Kippe jetzt das Sahne-Gewürz-Gemisch über das zugedeckte Geschnetzelte, verteile ein paar Butterflöckchen darüber und streue den geriebenen Käse als Abschluß über alles drüber.

Das war’s. Der Ofen ist noch im absolut kühlen Zustand? Nein? Du hast vorgeheizt? Dann warte nun bis der Ofen wieder kalt ist. Stelle niemals, wirklich niemals einen Römertopf in einen vorgeheizten Ofen!

Stelle den Römertopf in den kalten Ofen, justiere die Temperatur auf 200°C (Umluft) und überlasse den Römertopf nun für 90min der heißen Obhut des Ofens.

Fazit: Herrlich. Schmackhaft. Hmmmmmm. Zusammen mit Bandnudeln gefuttert ist das Geschnetzelte aus dem Römertopf ein echtes Schmankerl. Echt lecker!

Tipps und Tricks

So schält man Tomaten
Schnapp dir einen Topf, in dem gut und gern 5 Tomaten Platz haben. Fülle den Topf mit Wasser auf. Jetzt nimm die Tomaten wieder raus und gib Feuer unter den Topf. Wenn das Wasser schön sprudelt, schneide den Stilansatz der Tomaten heraus und lasse die Tomaten in das heiße Wasser gleiten. Zähle bis 33 oder schaue nach, wann die Tomaten leicht aufplatzen. (Die 33 ist willkürlich gewählt. Es kommt natürlich darauf an, wie schnell du zählst. Bei manchen reicht 13, bei anderen wiederrum 3521. Insgesamt solltest du nicht länger als 20 Sekunden zählen.) Nimm du den Topf vom Herd, kippe das Wasser weg und fülle schnell kaltes Wasser nach. Erfahrene Köche sprechen hier vom “abschrecken”. Jetzt schnappe dir eine Gabel und piekse die Tomate an. Mit dem Gemüsemesser kannst du nun ganz einfach die Haut von der Tomate abziehen. Wie bei Pellkartoffeln!

Veröffentlicht von

Jörg

Mein Name ist Jörg Dutschke und Roemertopf-Rezepte.de ist nur eine von verschiedenen Kochrezept-Seiten, die ich betreibe. Neben dieser Seite mit Rezepten für den Römertopf, widme ich eine dem Kochen mit dem Schnellkochtopf sowie eine weitere, mit anderen Rezepte, die weder mit Römertopf oder Schnellkochtopf gekocht werden: ichkochwas.de. Allen Rezepten auf meinen Seiten ist eine Sache gemein: Ich habe sie alle selbst gekocht und in - leider - epischer Länge notiert. Denn neben dem Kochen machen mir das Basteln von Webseiten sowie das Schreiben an sich sehr viel Spaß!

7 Gedanken zu „Geschnetzeltes im Römertopf“

  1. Auf der Suche nach einem Kindheitsklassiker bin ich genau über das richtige Gericht gestolpert! Vielen Dank! (Es hat mir einen Anruf bei Mutti mit nicht zu vermeidendem 2stündigem Gespräch erspart…)

    1. Hallo Martina,
      einerseits freut es mich zu lesen, wenn du mein Rezept hilfreich fandest. Andererseits möchte ich nicht für deine innerfamiliäre Kommunikationslosigkeit verantworlich sein. 🙂
      Pssst: Hat’s auch geschmceckt?
      Wenn deine Mutter sauer ist, weil du nicht anrufst, dann koche doch das Gericht und lade sie zum Essen ein. 😀
      Liebe Grüße vom Bodensee
      Jörg

  2. Ich bin neuer Römertopfnutzer und kann an den Rezepten erkennen
    das ich sie genausogut in meinem dutchoven zubereiten könnte.Also wird der Römertopf die Wintervariante und der schwarze für den Sommer.

    liebe Grüße aus dem Harz
    günter

    1. Hallo Günter,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Interessant, dass dir bei den Rezepten ein “dutch oven” einfällt. Nachdem ich kurz gegoogelt habe – ich gebe zu, ich musste das – kann ich dich aber verstehen. 🙂 Erzähl mir bitte unbedingt von deinen Kocherfahrungen der Rezepte in dem dutch oven. Interessiert mich sehr. 🙂
      Liebe Grüße in den Harz vom Bodensee aus
      Jörg

  3. Hallo, haben das Rezept ausprobiert und alle waren begeistert.
    Hab dem original noch 4 Tomaten zugefügt und einen Becher Sahne mehr.( Soße ist alles) Als Käse hatte ich Emmentaler aufgerieben. Das Fleisch war ein Kilo ausgelöstes Kotlett schön mager. Die Sättigungsbeilage waren frische Eierbandnudeln. Im Frühjahr baue ich das im Dutchoven nach.
    Am Sonntag gibt es gefüllte Paprika.

    allen guten Appetit bei der Zubereitung der Gerichte

  4. Hallo Jörg,
    danke für die schnelle Antwort.
    Habe leider kein E-Book-Reader doch das macht nichts ich drucke mir die Rezepte aus,vielleicht kommen ja ein paar neue dazu.
    Übriges haben wir uns eine Römertopf gestern zugelegt und ich bin schon ganz gespannt wie das schmeckt.

    Viele Grüße Sigrid

  5. Gute Neujahrsgrüße an den Bodensee.

    Nachdem ich meinen Römertopf, der auf dem Balkon mit den Gartenutensilien versteckt war, “wieder fand”, machte das Rezept mit dem Hähnchen Appetit. Also den Topf putzen und dann aus der Rhön vom Bauern ein deutsches Hähnchen, (2,4 kg schwer und fast an der Grenze zum Hahn), für Sylvester geholt.

    Nach Rezept zubereitet, 90 Minuten in der Röhre zugedeckt gebacken und wie angegeben, nur mit der Soße und französischem Baguette gegessen. War aber für zwei Personen zuviel und am Neujahrstag mit einer dritten Person den Rest verputzt.

    Bis auf die Haut, die nicht ganz knusprig wurde, war alles Fleisch butterweich!

    Wir hatten den Topf zwei mal 10 Minuten ohne Deckel in der Röhre gelassen aber die Haut war nicht so kroß wie erwartet. Was kann man besser machen, länger oder anders bräunen?

    Demnächst gibt es Geschnetzeltes. Kann man dazu auch geschälte Tomaten aus der Dose nehmen? Wer hat Erfahrungen?

    Wenn man das im Bekanntenkreis erzählt, haben plötzlich alle einen Römertopf. Die putzen aber lieber den Backofen als mit dem Topf zu arbeiten.

    Schöne Grüße aus dem Ruhrgebiet und alles Gute für 2017!

    Jürgen

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